3. November 2020

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NEWS rund um den FC Bayern München –

Alaba, Glaube, Wertschätzung

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Eigentlich ging man noch 2019 davon aus, das David Alaba irgendwann in 6,7 oder 8 Jahren ein riesiges Abschiedsspiel bekommen würde. Damals ging man auch davon aus, das eine Vertragsverlängerung binnen Minuten vonstatten geht. Unterschrift, fertig.

Was dann kam, hinterlässt eine Menge Fragen, die aber möglicherweise nur eine Antwort trägt: Wertschätzung.

Geld ist nicht alles, Oder doch ? Dies würde man Alaba vor dem Vertragspoker eher nicht zuweisen. Innerhalb und nun nach Beendigung des Vorliegen des Angebots eher umso mehr. Aber ist das überhaupt die Wahrheit ?

fcb-forum.net glaubt daher, das es bei David Alaba nicht um eine Geldfrage bzw. Geldgier handelt, sondern die Gehaltsfrage eine Lösung zu einem innerlichen Problem Alabas mit dem seinem Arbeitgeber als Subjekt offenbar sein könnte. Ein wichtiges Thema ist bei dieser Story um Alaba der Glaube. Insgesamt auch eine gewisse Komplexität.

Seine Kraft liegt in Jesus, so ein Zitat, das 2020 auf seinem Shirt gedruckt war. Alaba ist wie seine Familie überzeugter Protestant der Freien Kirche und Mitglied der Siebenten-Tags-Adventisten-Bewegung.  Sie haben strenge Regeln beim Essen, Gesundheit, Nächstenliebe.

Im Evangelium nach Matthäus 6,24-34 heißt es wie folgt:

„Gott zu dienen und dem Geld zu dienen schließt sich gegenseitig aus. Es geht nur das eine oder das andere, Gott oder der Mammon. Es ist Wunschdenken, dass wir beides haben könnten, weil uns ein Doppelleben früher oder später einholt. Wir mögen andere Menschen, vielleicht sogar uns selbst täuschen, aber nicht Gott, vor dem wir eines Tages Rechenschaft ablegen werden.“

Alaba und die Frage nach der Geldgier dürfte beantwortet sein.

Wertschätzung ?
Nun, Wertschätzung wird in der heutigen Gesellschaft immer mit finanzieller Entlohnung gleichgesetzt. Ginge es um Geld, hätte Alaba schon vor Jahren wechseln können und bei Barca z.B. weit über 10 Mio Euro verdienen können. Bayern soll ihn ja nun 11 Mio plus 6 Mio Prämien geboten haben. Zahavis Anteil lassen wir hier aussen vor.

Zurück zur Entlohnung, das ist aber ein völlig falsches Bild. Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit. Gehalt ist in dem Sinne nur eine Bezahlung gegen die Leistung, die Alaba erbringt im Sinne eines Arbeitsvertrages. Mit Wertschätzung hat es daher nichts zutun. Um die Gründe für das aktuelle Zerwürfnis zu verstehen, müsste man den Inhalt des Vertrages kennen.

Das Gehalt, das von Alabas zusätzlichen Berater Pini Zahavi gefordert wurde, liegt weit unter dem von Lewandowski, der ebenfalls vom Israeli seit 2 Jahren gemanagt wird. Als geldgieriger Manager bezeichnete ihn Uli Hoeneß vor kurzer Zeit. Nun, Zahavi ist wie Hoeneß Geschäftsmann und dort hat Wertschätzung einen sehr hohen Stellenwert, denn Zahavi besitzt unendlich viele Connections. Abramowitsch ist einer der nahen Personen. Man bekommt soviel Geschäftsverbindungen nicht durch fehlende Wertschätzung und planlose Geldgier.

„Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut“, so Alabas Vater George im September und denkt auch nicht an Geld, da es für seine Familie eine sekundäre Rolle eben spielt. Alaba hat genug Geld. Sein Glaube verbietet es förmlich, nach Geld zu greifen, ohne das er Gott dabei in die Augen schauen kann. Dies muss klar sein.

Präsident Herbert Hainer, der ja schon den Begriff „Alternaiven“ erwähnte vor Wochen, hat sich hier nicht an die Regeln gehalten, ebenso wie zuvor Salihamdizic, der interne Vorkommnisse gegenüber den Medien ausplauderte bzgl. der Vertragsverhandlungen. Zudem die unnötigen Worte von Uli Hoeneß, der sicherlich in Sachen „´Geldgier“ sich vor einigen Jahren ja einen intensiven Namen gemacht hat. (Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?, Matthaeus 7:3). Die Redewendung „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“ ist eine Verbindung zum Verse.

Möglicherweise hat bei der ganzen Vertragsverhandlung der Glaube und die innere Wertschätzung sehr intensiv zutun als man als allgemeiner Fans es wahrnimmt.