18. Oktober 2020

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NEWS rund um den FC Bayern München –

Angriffe über Aussen weiterhin problematisch

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Das 4:1 auf der „Alm“ in Bielefeld klingt auf dem ersten Moment dominant und souverän. War es auch. Allerdings nicht auf die Art, die das Spielermaterial von den Eigenschaften her vorsieht. Angriffe über Aussen, ein Problem, was wir öfters erwähnen beim offensiven Flick-System.

36 Flanken. Das 4:0 durch Müller nach Lewandowski-Flanke. Umgekehrt wäre es richtig gewesen, aber der 9er flankt zum Top-Flankengeber. Allerdings blieb es bei all diesen Flanken. Irgendwann, ja, muss der Ball dann auch mal endlich ins Tor. Alternative Variante wären ja finale Pässe tief in die Box, Bielefelder Abwehr schnell aushebeln oder Dribblings bis zur Grundlinie, quer in den Rückraum, Tor. Fand 90 Minuten nicht statt. Hier hat Bayern grundsätzlich ein Problem, denn die hervorragenden Eigenschaften der heute spielenden Coman (in Halbzeit kaum wahrnehmbar) und Gnabry  (oft tiefstehende erste Anspielstation von Süle) wurden überhaupt nicht genutzt. Wieder mal.

Spiele gegen S04 gibt es nicht jeden Tag, aber tiefstehende Mannschaften, sofern sie nicht Fehler machen wie Bielefeld heute am Samstag, regelmäßig. Gegen Hoffenheim ging es schief, gegen die Herthaner in letzter Sekunde mit 3 Punkten noch gerade gut. Man fragt sich, was Flick mit 4 Top-Aussen eigentlich will, wenn er das Angriffssystem nicht darauf ausrichtet. Man könnte eher sagen, auf das Lewandowski-Müller-System. Denn beide Superstars stehen im Fokus der Mitspieler, sie sind anzuspielen, sie bestimmen Tempo und Gefahr. Nicht die Aussen, auch nicht Goretzka oder Kimmich (heute bei seiner schwangeren Frau). Gerade die Gefahr eines Mittelfeldspielers ist gering. Ab und zu gelingt Kimmich ein toller Ball, aber es kann nicht die Ausrichtung sein, denn die Aussen werden nicht entsprechend schnell „in den Angriff intergriert“.

Interessant wären die nächsten Spiele mal komplett ohne Müller und Lewandowski. Hat Flick dafür eine Lösung ? Es wäre interessant.