7. Oktober 2020

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NEWS rund um den FC Bayern München –

Transferwahrheiten und Zukunft

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Das Transferfenster hat nun (endlich) geschlossen, denn nervlich waren die täglichen, ja fast stündlichen Gerüchtemeldungen seitens der Journalisten von SKY, Sportbild oder sport1.
Nicht nur 48 Stunden zuvor, sondern seit etwa April, wo die heiße Phase der Transfergerüchte anlaufen. Sehr viele Namen, noch mehr als 2019, weit mehr als 2017 und 2018, die „angeblich“ zum FC Bayern. Ergebnis: KEINER von diesen Namen wechselte (bis auf Sané) am Montag zum FC Bayern.

Transferwahrheiten

Nun sind jede Menge Spieler fix, viele Fans und sogenannte „Sportsender-Experten“ schauen nun eher erstaunt nach München. Wobei lediglich ein Transfer wichtig war, sicherlich am Ende Plan C, aber unter der Prämisse, das es grundsätzlich IMMER mehrere Kandidaten für eine Position gibt. Dies scheinen diese „Experten“ oft zu vergessen.
Wie sieht die Wahrheit bei Sarr, Roca, Costa und Choupo-Moting aus, wie die Zukunft, was die Nutzung von Hansi Flick und dem nun sehr breiten und sehr qualitativen Spielermaterial betrifft. Wir schauen genauer hin und gehen dabei wie üblich mehr ins Detail als die Sportzeitungen.

Marc Roca (23)

Bald 24, zentraler Mittelfeldspieler mit Def und Off-Fixierung. Seine Spezialität sind 30m-Pässe, meist müssen sie in die Box gelangen, nicht nach aussen. Die Idee nicht falsch, da mit Thiago ein Spieler mit solchen Fähigkeiten ging. Allerdings ist Kimmich und auch Goretzka nicht schlechter, vor allem sogar Kimmich noch stärker als Roca. Der ehemalige Espanol-Spieler, der in den letzten 9 Monaten an Wert eher verloren hatte, bis vor 2 Jahren noch unter 5 Mio auf dem Markt wert war, ist der Transfer fraglich, auch bezüglich wegen der nicht starken Zweikampfwerte. Überhaupt kein Kopfballspieler, der gerade am/kurz vor Mittelkreis ein Problem am Ende darstellen könnte. Sein Stellungsspiel ist ok, aber nicht optimal. Auch ist er kein Spieler, der mit unglaublicher Dynamik wie Tolisso oder Goretzka nach vorn gehen und einen Angriff initieren.

Douglas Costa (30)

Er ist wieder zurück, der „Söldner“, wie in Uli Hoeneß nachträglich später bezeichnete. Es war das Thema am Montagabend. Ob alle anderen Verantwortlichen wirklich die damalige Hoeneß-Aussage teilten, ist nicht ganz bekannt. Daher eigentlich, gerade aus der sportlichen Sicht, völlig uninteressant ist. Denn Douglas Costa hat es ja immer noch drauf. Zwar nur leihe, zuletzt nicht zufrieden bei Juventus, da aber in den letzten 1534 Minuten (17 Nettospiele) 19/20 stolze 10 Score-Points erzielen können. Zwischen seinen allerdings zahlreichen Verletzungen, die auf Coman-Niveau sich befinden. Ob nun Söldner oder nicht, wenn er da ist, scored er sehr anständig. Fazit: Als schneller Leihbackup für Sané, Coman, Gnabry und für eine Saison ideal. Lediglich das Gehalt wird voll übernommen. Cuisance-Gehalt wird nun von Marseille übernommen für ein Jahr.

Eric-Maxim Choupo-Moting (31)

Man kennt ihn aus Frankfurt, zuletzt als Backup von Edison Cavani bei PSG, der selbst bei Tuchel kaum noch eingewechselt wurde. Er soll Backup nun von Sturm-Gott Lewandowski (der nie verletzt ist, die Hüft-OP zuletzt ein notwendiger Eingriff). Youngster Zirkzee wird verliehen wiederum für ein Jahr, um Spielpraxis zu sammel, die Choupo-Moting (260 Metto-Spiele, 110 Score-Points) auch nicht groß bekommen wird, aber halt da ist, wenn Lewandowski wirklich mal durchschnaufen muss, aufgrund Flicks Belastungsteuerungsprogramm. Nachvollziehbar, nicht teuer in den Kosten. Zirkzee-Abschied zum aktuellen Zeitpunkt nicht sicher: Feyenoord sagte im Laufe des Tages ab (angeblich zu hohes Gehalt), auf der Vereins-HP ist Zirkzee heute verschwunden, weder sichtbar im Profi,-noch im Amateure-Team.

Bouna Sarr (28)

Auf den Backup für Pavard haben wir gewartet. Zwar nicht der Spieler aus einer größeren Auswahl (u.a. Dest, Aarons, Mukiele, Hakimi), aber er ist erfahren (seit 2011 Profi), ordentlich im Zweikampf (57% in 19/20) und Umschaltspiel, einer der schnellsten RVs in der Ligue 1. Hakimi und Real Madrid machten den Deal mit Inter  Mailand, Dest und Ajax mit Barca, was von uns bereits Mai angekündigt wurde. Max Aarons von  Norwich City doch noch zu jung, wobei das aber auch für Chris Richards gilt, der ein starkes Debüt gegen die Hertha zeigte. Sarr am Ende doch eine gute Alternastive, mit Richards 2.

Belastungssteuerung, Rotation, Entwicklung

Was macht nun  Hansi Flick mit diesem am Ende breiten und unglaublichen High-Quality-Kader ? Normalerweise müsste er die nächsten 3 Jahre die Champions League erneut gewinnen.
Dieses Team ist überall nun vollendet. Voetbal totaal und Rotation totaal aufgrund des intensiven systematischen Belastungsteuerungsprogramms sind nun angesagt. In einer Weise, wie es ein Fussballteam noch nie vor sich hatte. Die Trainer in der Welt schauen nun nach München, um zu schauen, ob die neuen Erkenntnisse aus Cybertraining, Psychologie, Medizinforschung, Key Performance Sofwarenutzung wirken. Nach Barcas Ära und Pep Guardiola (2008-2012) könnte nun eine neue Marke der Team-Koordination gesetzt werden.