16. September 2020

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NEWS rund um den FC Bayern München –

Goretzka zweifelt an Flicks Kick & Rush Taktik

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Lange Bälle (Long Balls/Passes) sind ein Klassiker. Verbunden mit der alten Lang-Ball-Philosophie „Kick & Rush“ aus dem alten England. Aber wer beherrscht eigentlich lange Bälle aus der eigenen Hälfte beim FC Bayern ?
Wir haben ein Ranking zusammengestellt aus der letzten Bundesliga-Saison. Wichtig: Ab „30m-Distance“ sind lange Bälle (Long Balls oder Long Passes)  erst in der Bewertung fix. (Leroy Sané Wert aus Manchester City Matches)

Man kann erkennen, das in der Quantität und Qualität Joshua Kimmich die sicherste Komponente wäre für diese Offensiv-Taktik. Jerome Boateng spielt zwar die meisten „Long Balls“, aber oft sind zu lang, die Antizipation und Verteidigungschance steigt beim Gegner damit parallel an. Ideal wäre wie bei der Spieleröffnung links durch David Alaba, der oft versucht, so nah an die Mittellinie wie möglich zu kommen. Oft steuert er einen langen 35m-Diagonalpass auf die andere Seite an, die überraschender Weise immer positiv ausfällt, da der Gegenspieler offenbar, zumindest oft analysiert, nur die Flugbahn des Balles verfolgt, als seine eigentlichen Defensiv-Aufgaben wie z.B. Pressing oder Air-Duel wahrzunehmen. Warum dies oftmals so beobachtet wird, kann aktuell nicht geklärt werden. Vorteil Bayern.

Alphonso Davies hatte mit langen Bällen noch nicht das gesegnete Glück (was auch für Flanken gilt). Süle konnte vor seinem Kreuzbandriss andeuten, das er ähnlich wie Kimmich stark punkten kann in der Quantität und Qualität.
Eine neue Chance erhält nun 20/21.

Allerdings beginnt bereits die Kritik an die Art und Weise der „CL-Final-Round-Taktik“.
Leon Goretzka stellte klar: „Wir müssen auch darüber nachdenken, ob wir unsere Spielweise ändern. Wenn man alle 2-3 Tage spielt, wird dieses hohe Pressing schwer durchzuziehen.

Der Fußball entwickelt sich stetig weiter. Was heute richtig ist, kann morgen nicht mehr funktionieren. Man muss sich immer etwas Neues einfallen lassen. Auch der Gegner versucht, unser Spiel zu entschlüsseln. Ich mache mir keine Sorgen, dass wir nichts mehr zu tun haben.

Bedeutet: Hansi Flick wird weiterhin sich um die strukturierte Angriffsarbeit kümmern müssen. Hier darf man sich den Matchanalysen der Spiele (nach Corona-Lockdown) widmen, die aufzeigen, dass der FC Bayern Probleme hat, gegen geordnete ggf. tiefstehende Defensiv-Formationen TOP-Chancen zu erspielen. Ob die Effektivität-Quote (oft bei über 40%) der wenigen TOP-Chancen weiterhin hoch bleiben wird, ist nicht zu prognostizieren, da es auch vom jeweiligen Gegner abhängt und deren Konzentration in der Defensive, die oftmals nicht mehr stimmte.