8. Juli 2020

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NEWS rund um den FC Bayern München –

Effenberg fordert Liga-Reform

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Auch ihm wird es wohl allmählich langweilig. Nicht das die Bayern es verdient hätten, im Gegenteil: Der deutsche Rekordmeister tut ordentlich seinen Job.
Ob dies die anderen Klubs tun, diese Frage muss klar in den Raum der Bundesliga gestellt werden. Auch die DFL darf hier sich der Frage nicht ausschleissen und kneifen.

Einer kneift wie immer nicht, Stefan Effenberg.

Der Ex-Nationalspieler regt angesichts der unglaublichen Dominanz des FC Bayern eine „Reform der Bundesliga“ an. „Für mich ist ganz klar: Es muss neues Feuer rein, es muss wieder kribbeln“, schreibt der 51-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal „t-online.de“: „Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, der Bundesliga wieder zu mehr Spannung zu verhelfen: ein neuer Modus.“

Effenberg glaubt: Eine Aufspaltung der Liga in zwei Neuner-Gruppen, über die sich die Klubs für eine Meister- und eine Abstiegsrunde von Januar bis Mai qualifizieren können. Diesen Modus sollte man zumindest mal „für eine Saison ausprobieren“. Denn: „Zehn Meisterschaften in Folge darf kein Verein gewinnen – doch genau das droht. Wenn nichts passiert“, sagte er angesichts der bereits acht Titel in Serie seines Ex-Klubs.

Aber es sind auch die Einschaltquoten beim DFB-Pokalfinale am vergangenen Samstag. Im Schnitt verfolgten nur 7,01 Millionen Zuschauer das 4:2 von Bayern München gegen Bayer Leverkusen in der ARD (auch Sky übertrug) – 2014 waren es mehr als doppelt so viele. „Das sind womöglich Auswirkungen der Coronakrise – aber die Zahlen sollten auch eine Warnung sein“, sagte Effenberg: „Viele haben keine Lust mehr, weil sowieso immer Bayern gewinnt.“

Auch bei einigen Bayern-Fans ist die Langeweile spürbar. Viele wollen noch besseren Fussball sehen, aber auch wieder richtige Spannung bis zum letzten Spieltag. Ein künftig sehr schwieriges Unterfangen, beide Ziele parallel zu erreichen.